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Der Hütchenspieler (Reloaded)

  • Der Hütchenspieler

    Das Spiel beginnt!

    Auf einem Marktplatz war es gewesen – den hat ein Hütchenspieler betreten. Unauffällig und ganz ohne Sorgen, lief er, von Menschenmengen verborgen.

    In der einen Hand einen klappbaren Tisch, unterm anderen Arm geklemmt eine Kist‘.

    Sobald er das freie Plätzchen sah, leuchteten Augen voll Frohsinn so klar.

    Er war klein und gewitzt doch sie wussten noch nicht, was es hieß wenn er grinsend so um sich blickt.



    Die Zeit sie war reif und er griff seine Tasche, wühlte in ihr aber kam nicht ans Ziel – doch plötzlich ein Lächeln auf seinem Gesicht – er zog es heraus, das Hütchenspiel. Er pfiff laut und heiter dann klappte der Tisch, auf die Kiste wieder rum setzte er sich. Drei Hütchen aus Holz, eine Kugel aus Gold – sie war der Preis für Gewinner. Die Männer mit Stolz, die Frauen so hold – am Ende verloren sie immer.


    Der Hütchenspieler rief: „Vom Leser zum Läufer, vom Redner zum Räuber, vom Armen zum Adel – wer kann es erraten? Das Hütchenspiel kann beginnen – wessen Traum wird heute zerinnen?“ Die Menschenmenge bekam ein Gesicht, das einzig nur einem Lachen glich. Sie kamen in Scharen und einer wollt’s wagen – ein Klimpern des Beutels voll Münzen verstummt. Komm fang an zu raten du Leser von Sagen und schreib deine Lösung nach unten:


    Ist’s links, ist es rechts oder doch in der Mitte? Trau dich und wir werden sehen… meine Münzen, dein Gold die spannende Frage… dem Schreiber und nicht dem Lesenden.


    Autor: Tobias Schiller


    Was bisher geschah:


    Fariell: „Ganz bestimmt ist es links!“ Flüsterte eine zierliche Stimme aus der Menge um den Hütchenspieler. Ein Elfenkind mit blondem Haar und großen grünen Augen trat hervor und gab sich zu erkennen. „Wenn nicht links, dann lügt ihr!“


    Tuom: „Leider nein, junge Dame.“, antwortete der Hütchenspieler und blickte traurig drein, wobei es dem Mädchen auffiel, dass er es nur zum Schein tat. So hob er das linke Hütchen und nichts ward darunter gewesen. „Liebes Elfenkind, dein Münze wo ist sie? Jedes Spiel kostet einen Taler…“ Die kleine Elfe wusste nicht, wie ihr geschah…


    Fariell: Das Elfenkind blickte beklemmt auf den Boden. Man konnte schon aus der Entfernung erkennen, dass sie wohl keinen Taler bei sich hatte – wie auch? Sie war nur ein Kind… Aber wo waren dann ihre Eltern?


    Fariell: Die Blicke wirkten wie eingefrohren. Die Situation stand wie versteinert. Das Elfenkind und der Hütchenspieler standen sich von Angesicht zu Angesicht gegenüber…


    Sarcarius: Dann passierte es plötzlich. Ein alter Mann im schwarzen Umhang und einem silbernen Gehstock tratt vor dem Elfenlind und sagte „Höre mich an Hütchenspieler“, der alte Mann zog einen großen Edelstein hervor und sagte über die staunende Menge hinweg „Lass uns ein Spiel wagen.Wenn ich verliere gehört der Stein dir , wenn ich aber gewinne erlässt du dem Elfenkind seine Schulden und verleihst ihr die goldene Kugel.“ Der Hütchenspieler willigte lachend ein „Nun gut alter Mann ich bin einverstanden“ der Hütchenspieler tat sein Werk und grinste den alten Mann an “ Nun werter Herr , wo ist sie? Die goldene Kugel?“ der alte Mann sah auf “ Sie befindet sich in deinem rechten Ärmel in einer kleinen Schachtel“ mit den Worten kam ein starker Wind auf der die 3 Hütchen wegfegte. Und was sah man da? Unter keinem der Hütchen befand sich die Kugel.


    Caliska: „BETRÜGER!“ „LÜGNER!“ schallten verschiedene Stimmen aus dem Halbkreis der sich um den Hütchenspieler gebildet hat. Der alte Mann zog eine Augenbraue hoch und ein leichtes Lächeln zeichnete sich auf seinen Lippen ab. Der Hütchenspieler war perplex. Es dauerte einige Sekunden bis er die Sprache wieder erlangte. Mit dem Kopf schüttelnd grinste er den alten Mann an. „Spielschulden sind Ehrenschulden!“ lachte er als er die goldene Kugel dem alten Mann hinhielt. Dieser schüttelte doch nun ebenfalls den Kopf. „Die Kugel gehört dem Mädchen. So war die Abmachung.“ Das kleine Elfenmädchen bekam ganz große Augen als der Hütchenspieler ihr seine goldene Kugel reicht. Das Publikum das, das Geschehen beobachtete, war irritiert von der ehrlichkeit des Hütchenspielers, eins, zwei Menschen applaudierten sogar. Unklar ob der Applaus dem Hütchenspieler, dem Elfenmädchen oder doch dem alten Mann gilt.

    Ohne auch nur ein weiteres Kommentar zu verlieren, verließ der alte Mann den Stand. Das Elfenmädchen ließ die goldene Kugel, sanft in ihrer Hand umherkullern.

    Der Hütchenspieler packte seine Sachen in windeseile zusammen. Mit all seinen Kram folgte er schnellen Schrittes den alten Mann. „Hey! Wart‘ doch mal!“ der alte Mann lief weiter. Ohne auch nur eine Sekunde zu warten. Der Hütchenspieler holte ihn schnell ein „Wie hast du das gemacht? Was war das für ein fauler Trick?!“ der Hütchenspieler stellte sich dem alten Mann in den Weg so das dieser gezwungen war, stehenzubleiben…


    federfrau: Bildete der Hütchenspieler sich das nur ein oder lächelte der alte Mann tatsächlich? „Ich kannte mal jemanden, der war genauso du. Von daher war der Gedanke, dass sich die Kugel im Ärmel befinden würde zwar geraten aber nicht so abwegig“, für einen Moment sah es aus als ob der alte Mann in Erinnerungen schwelgen würde.


    Sarcarius: Der Hütchenspieler sah verwirrt drein:“ Von ´wem redet ihr ? “ , der alte Mann fasste seinen silbernen Gehstock und ging wortlos von dannen. Wütend folgte ihm der Hütchenspieler:“ Hey alter Mann ich habe euch was gefragt!“ , der alte Mann sah ihn mit einer Träne im Auge tief in die Augen:“ Ich spreche von meinem Vater.“ als die Träne auf den Boden tropfte fing es auf einmal an zu regnen. Der Hütchenspieler wusste , dass er keinen gewöhnlichen Mann vor sich hatte. Allein schon seine Haut sah anders aus. Sie war fast so weiß wie ein Opal , seine Augen waren blau wie die eines Wolfes aus dem Norden und sein Gesicht auch wenn man ihm ansah, dass er sehr alt war kaum mit falten bedeckt. Außerdem hatte er einen aufrechten Gang. Nur sein graues Haar , seine wenigen Falten und seine Stimme verrieten , dass er seine besten Jahre hinter sich hatte. Der alte drehte sich um und ging langsam Richtung Tor. Der Hütchenspieler sah ihm nach und überlegte ob er ihm folgen sollte.


    Jelin_97: Stumm beobachtete eine junge Dame das Spektakel, grinsend von der Aufregung. Alle behielten den Spieler im Auge, nur wenige bemerkten seinen bleibenden Tisch. Also gesellte sie sich zu diesem, musterte ihn von oben bis unten und sah dem Spieler nach. Die Hütchen waren schlicht, eben wie die Kugeln und doch kam er so durch’s Leben.


    Daemon: Ein Junger Herr, der die Dame schon lange aus tiefster Seele und von ganzem Herzen begehrte, beobachtete sie nun schon den ganzen Tag und runzelte verwundert sie Stirn, als er sah, mit welch großem Interesse sie des Hütchenspielers Utensilien betrachtete. Er trat an sie heran uns sprach mit rauer, heißerer Stimme: „Wohlan wertes Fräulein, verratet mir, was bei des Hütchenspielers Kram erweckt‘ euer Begehr? Ein Betrüger ist’s, ein list’ger dazu, wie mir scheint, drum bitt‘ ich euch, sagt mir, wonach euer Herz sich sehnt, und ich hoff doch sehr, dass ihr mir die Antwort nicht verneint.“ Schweigend sieht er sie nun an, seine Augen strahlen bei ihrem bildschönen Antlitz. Schon von weit her kanns jeder sehen, für diese Dame würde er zum Teufel er versuchen zu gehen. Mit bittendem Blick steht er da und wünscht sich nichts mehr, als dass sie ihn beachte, sein Herz pocht so schwer, so heftig und schmerzvoll in seiner Brust, dass er fürchtet, wenn sie ihm nicht bald antwortet, es wohl gar zerspringen muss.


    Sarcarius: Die Dame lächelte den Mann an und sagte nur während sie sich abwandte:“ Er ist nur ein alter Bekannter. Ich hoffe er kommt zurück bevor er bestohlen wird.“ Sie drehte sich noch einmal um und blitze den jungen Mann mit ihrem gelben Iris an der den Platz ihres vorher saphierfarbenden Iris eingenommen hat.“ Wehe denen der es wagt ihn zu bestehlen. Es wären Schmerzen die sich kein Mann vorstellen könnte. Als wenn alle Knochen im Leib brennen würden nur ohne die kalte Erlösung des Todes!“

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